Gedanken zum Sonntag Palmarum

Innenraum Schlosskirche Lockwitz
Bild: Ulf Hinze

Jesus ist auf dem Weg zum Pesachfest in Jerusalem. In der Nacht spricht ihn der Pharisäer Nicodemus an. Er bezeugt Jesus als den, der von Gott gekommen ist. Er fragt nach dem ewigen Leben und danach, wie er erlöst werden kann aus dem alten Leben, das unter den tödlichen Strukturen der Welt steht. Er möchte wissen, wie er in ein neues, unzerstörbares Leben hineingeboren werden kann.
Nicodemus erkennt in Jesus einen Menschen, der sich von den Strukturen dieser Welt lösen kann und somit anders lebt, befreit ist. Er erkennt in Jesus einen Menschen, in dem etwas Neues beginnt. Er glaubt, dass Jesus dieses neue Leben für alle eröffnet. In diesem Sinn ist Jesus der erwartete Messias und eröffnet allen, die an ihn glauben und ihm nachfolgen, das wirkliche Leben. Sie stehen über den Gesetzen dieser Welt, sind emporgehoben, befreit von den lebensfeindlichen Strukturen.

Wir sind gefangen. Gefangen von einem Virus, das uns isoliert und die Osterfreude vergällt. In solch einer Zeit ist es besonders wichtig, sich vor Augen zu halten, was uns Hoffnung gibt; hochzuhalten, was uns heilig ist und unserem Leben Sinn gibt.
Der Glaube kann uns in diesen Zeiten Halt geben.
Jesus, der Menschensohn, ist Sohn der Menschen, Mensch wie du und ich. Sein Leben, sein Sterben und seine Auferstehung müssen emporgehoben werden, das heißt: Sein Weg der Liebe und der Gerechtigkeit durch diese lebensfeindliche Welt soll allen deutlich sichtbar sein als ein Weg, der unzerstörbares Leben ermöglicht.
Die Menschlichkeit muss hochgehoben werden, sie ist das höchste Gut.
Jesu Schrei „Warum hast du mich verlassen?“ ist damals nicht ins Leere gegangen, sondern war ein Wendepunkt, auf Karfreitag folgt das Osterfest.
So lasst uns Gott entgegengehen als Menschen, die eine neue Zeit erwarten.

In diesem Sinne lasst uns den Glauben mit Jesus Christus hochhalten!
Es grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrerin Antje Hinze

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