Weihnachten ist freigegeben ...

Herrnhuter Stern
Foto Lotz

Für dich wird es Weihnachten, wenn du „Oh du fröhliche“ singen kannst? Dann sing es. Für dich wird es Weihnachten, wenn der Kartoffelsalat mal ohne Majo ist? Dann mach ihn dieses Jahr ohne. Für dich wird es Weihnachten, wenn die Familie zusammensitzt und vom vergangenen Jahr erzählt? Dann schreib es auf und stell dein eigenes Jahrbuch zusammen.

Weihnachten ist dieses Jahr ganz schön anders. Diese Stille Nacht ist wirklich still.

So ist der Heilige Abend frei gegeben für die Sehnsucht. Sie beginnt mitten in der Nacht, unter funkelnden Sternen, im Dunkeln unserer Sehnsucht, in den Nächten unseres Lebens, in den Sorgen des Alltags, in den Schmerzen des Alleinseins, in der Hoffnung der Morgenstunden. Dieses Jahr ist Weihnachten freigegeben. Frei zu entdecken, was uns wirklich wichtig ist im Leben. Frei gegeben zur Trauer über das, was nicht sein kann. Frei gegeben zur Entdeckung von dem, was mich in meinem Leben trägt. Frei gegeben, das Geheimnis dieser Nacht für mich selber zu entdecken. In aller Stille.

Dass wir Frieden finden in allem Verzicht.

Weihnachten ist frei gegeben. So hat die Sehnsucht Platz und findet Nahrung in der Dunkelheit. Dass es Weihnachten wird, still und heimlich. Da, wo alles schläft, kommt etwas Neues in die Welt. Die Bildersprache der weihnachtlichen Lieder nährt unsere Sehnsucht. Gott sehnt sich nach uns Menschen, wird Kind in dunkler Nacht, liebesbedürftig und angewiesen auf menschliche Zuwendung. Er wird damit genauso unvollkommen wie du und ich. So sind wir befreit: wir müssen nicht perfekt sein. Gott sehnt sich nach uns und wird genauso scheitern und an Grenzen stoßen wie du und ich.

Seien Sie behütet und weihnachtlich gesegnet in dieser besonders Stillen Nacht!

Fürbittengebet

Jetzt, mein Gott, täten Engel gut.
An unserer Seite und um uns herum.
Denn wir brauchen Mut.
Und Phantasie.
Und Zuversicht.
Darum: Sende deine Engel.
Zu den Kranken vor allem.
Und zu den Besorgten.
Sende deine Engel zu denen, die anderen zu Engeln werden: Ärztinnen und Pfleger, Rettungskräfte und Arzthelferinnen, alle, die nicht müde werden, anderen beizustehen.
Sende deine Engel zu den Verantwortlichen in Gesundheitsämtern und Einrichtungen, in Politik und Wirtschaft.
Und zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf der Suche nach Heilmitteln und Impfstoffen.
Sende deine Engel auch zu denen, an die kaum jemand denkt – jetzt in der Zeit der Epidemie: Die Menschen auf der Straße, die Armen, die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland und in anderen Krisengebieten.
Jetzt, mein Gott, tun uns die Engel gut.
Du hast sie schon geschickt.
Sie sind ja da, um uns herum.
Hilf uns zu sehen, was trägt.
Was uns am Boden hält und mit dem Himmel verbindet,
mit dir, mein Gott.
Denn das ist’s, was hilft und tröstet.
Jetzt und in Ewigkeit.
Amen.

Das göttliche Licht erfülle Dich.
Es verbinde Dich mit den Menschen,
die Dir heute fehlen.
Es sei die Brücke zwischen allem,
was getrennt ist.
Der Blick auf das Kind in der Krippe
schenke Dir Zuversicht.
Der Friede Gottes sei mit dir!

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